Ökostrom: Wissenswertes

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Version vom 7. März 2021, 16:48 Uhr von Pia Hasenbein (Diskussion | Beiträge)

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Unter Ökostrom (auch grüner Strom) versteht man Strom, der rein aus regenerativen Energieformen (z.B. Wind-, Solar- oder Wasserkraft) gewonnen wird.

Da er sich physisch nicht von normalem Strom unterscheidet, handelt es sich hierbei um eine vergleichsweise leichte Möglichkeit, euer Unternehmen nachhaltiger zu machen.

Alle großen Energieanbieter sowie viele Stadtwerke haben heute neben anderen Produkten (meist ein Strommix) auch Ökostrom im Angebot. Daneben gibt es spezielle Anbieter, die ausschließlich Ökostrom anbieten. Eine Besonderheit sind genossenschaftliche Organisationen wie etwa die Bürgerwerke, die lokal orientiert sind und Anlagen selbst betreiben. Oft ist Ökostrom nicht teurer als herkömmlicher Strom, nicht selten sogar billiger als der örtliche Anbieter.

Um einen Überblick über die Angebote auf dem Strommarkt zu bieten, haben sich Vergleichsportale etabliert, die euch helfen, einen Stromtarif einmalig zu wechseln oder dauerhaft zu überwachen. Hier habt ihr neben der Option "Ökostrom" oft auch die Variante "Nachhaltiger Ökostrom", bei denen eine Zertifizierung nach OK Power-Label oder Grüner Strom-Label erforderlich ist.

Schau dir hier unsere Auflistung von Vergleichsportalen und zertifizierten Ökostrom-Anbietern an.

Wissenswertes

  • Auch Ökostrom ist nicht 100% CO2-frei, es werden aber über 90% der Emissionen eingespart.[1]
  • "Normale" Stromanbieter haben – wie beschrieben – häufig zwar ebenfalls einen Ökostrom-Tarif im Portfolio. Diese verkaufen aber häufig ihren eigenen "Graustrom" an die Verbraucher und machen diesen über den Kauf von Zertifikaten (bspw. aus dem Wasserkraft-starken Skandinavien) zu "Grünstrom". Indirekt unterstützt man also bei der Wahl solcher Tarife immer noch die herkömmliche inländische Stromproduktion über Kohle.[2]
  • Beziehst du Ökostrom, kommt nicht unbedingt auch Ökostrom aus deiner Steckdose, sondern der lokale Strommix. Dies ist physikalisch notwendig. Dein Vertragsabschluss gibt aber dennoch das Signal an den Markt, dass der Bedarf an Ökostrom wächst. So werden auf lange Sicht dann mehr Anlagen gebaut – auch in deiner Nähe, sodass deine Steckdose ebenfalls grüner wird.[2]
  • Fraunhofer Institut: Anteil der erneuerbaren Energien in Deutschland

Quellen