Nachhaltige Ernährung: Wissenswertes

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Version vom 13. Dezember 2020, 21:57 Uhr von Ckohl (Diskussion | Beiträge) (Erweiterung um Wichtigkeit und Dimensionen/Grundsätze)

Vielleicht achtest du in deinem Alltag schon darauf, dich nachhaltig zu ernähren. Die Wirkung wäre um ein Vielfaches größer, wenn deine Kolleg*innen oder dein Unternehmen mitziehen würden.

Was ist nachhaltige Ernährung?

Nachhaltige Ernährung umfasst mehrere Aspekte:

  • vegetarische und vegane Ernährung - hat eine starke Auswirkung auf den ökologischen Fußabdruck [1]
  • Produkte aus ökologischer Landwirtschaft - bedeutet weitgehender Verzicht auf Pflanzenschutzmittel, Mineraldünger und Gentechnik [2]
  • regional, saisonal - spart Energie und Transportwege [3], hierbei können euch Saisonkalender eine Hilfe sein [4]
  • Verpackung - Verpackungsmüll bei Kauf und Lieferung der Lebensmittel ganz vermeiden oder auf Produkte mit gut recyclbaren Verpackungen achten
  • Lebensmittelverschwendung - richtige Lagerung von Lebensmitteln und realistische Mengen

Nach Koeber gibt es 5 Dimensionen der nachhaltigen Ernährung[5]:

  • Individuelle Gesundheit
  • Gesellschaft
  • Wirtschaft
  • Umwelt
  • Kultur

Daraus ergeben sich 7 Grundsätze

  • Bevorzugung pflanzlicher Lebensmittel (überwiegend lakto-vegetabile Kost)
  • Ökologisch erzeugte Lebensmittel
  • Regionale und saisonale Erzeugnisse
  • Bevorzugung gering verarbeiteter Lebensmittel
  • Fair gehandelte Lebensmittel
  • Ressourcenschonendes Haushalten
  • Genussvolle und bekömmliche Speisen

Warum ist nachhaltige Ernährung wichtig?

"Anbau, Verarbeitung, Transport und Lagerung von Lebensmitteln, aber auch die Zubereitung von Speisen und die Entsorgung von Resten verursachen rund 15 Prozent der Treibhausgasemissionen des privaten Konsums. Werden auch andere Umweltbelastungen mitbetrachtet, wie beispielsweise die Belastung von Böden und Gewässern durch den Eintrag von Nitrat oder der Schwund von Biodiversität durch den Einsatz von Pestiziden und den Anbau in Monokulturen, steigt der Anteil auf über 25 Prozent der durch privaten Konsum verursachten Schäden für Umwelt und Klima."[6]

Einige planetare Grenzen sind schon jetzt überschritten[7], daher ist Dringlichkeit gegeben, zu handeln.

Planetarisch und gesundheitlich gesehen, ist es wichtig, dass der Teller zur Hälfte aus Gemüse besteht, einen großen Anteil Nüsse hat und nur einen kleinen Teil Fleisch. Laut dem EAT Lancet Komissionsbericht liegt global gesehen der Konsum von rotem Fleisch bei 288 % und stärkehaltiges Gemüse bei 293 %, wenn man 100 % als gesunden Rahmen betrachtet. Nüsse dagegen liegen weit unterhalb dieser Grenze.[8]

Was kannst du auf der Arbeit tun?

Wie immer gilt, gehe mit gutem Beispiel voran. Statt dir jeden Tag Essen zum Mitnehmen zu holen, könntest du dir eigenes Essen mitbringen. Eine weitere Möglichkeit Verpackungsmüll zu sparen ist es, eigene Behälter mitzubringen und sich das Essen abfüllen zu lassen. Immer mehr Restaurants bieten diese Möglichkeit.

Vielleicht habt ihr auch die Möglichkeit, im Büro gemeinsam zu kochen. Das stärkt gleich noch das Zusammengehörigkeitsgefühl.

Dabei immer die oben genannten Aspekte im Hinterkopf behalten, wie zum Beispiel vegan oder vegetarisch zu essen. Vielleicht wollt ihr einen veganen Tag pro Woche oder Monat einführen? Auch die Lebensmittelverschwendung könnt ihr vermeiden, indem ihr Kolleg*innen darüber informiert, wenn Essen übrig bleibt und es weitergeben wollt.

Was kann dein Unternehmen tun?

  • Auf regionale und saisonale Lebensmittel achten, falls ihr beispielsweise Obstkörbe habt.
  • Bestellmengen immer dem Bedarf anpassen, um Lebensmittelverschwendung zu vermeiden.
  • Ein Repertoire an Behältern zur Verfügung stellen, damit auch spontane Mittagsverabredungen nachhaltiger ausfallen können.
  • Geeignete Lagermöglichkeiten, wie zum Beispiel Kühlschränke, zur Verfügung stellen.
  • Die Kantine anregen, mehr vegetarische und vegane Gerichte in das Angebot zu integrieren.
  • Auch bei Veranstaltungen können die obigen Aspekte berücksichtigt werden.
    • Anteil vegetarischer und veganer Gerichte erhöhen.
    • Nachhaltige Materialien verwenden, wie zum Beispiel für Einweggeschirr und -besteck.

Quellen