IT: Nachhaltige Suchmaschine

Aus ErWiN
Suchleiste-Suchmaschine.jpg

Alle kennen Google und auch fast alle nutzen die Suchmaschine des Großkonzerns, doch es gibt nachhaltige Alternativen.

Warum eine nachhaltige Alternative wählen?

Die Ausführung einer Suchanfrage kostet Energie. Im Schnitt schlägt eine einzelne Suchanfrage mit 0,0003 Kilowatt zu Buche. Alle Google-Nutzenden könnten mit ihren monatlichen Suchanfragen damit jeweils eine 60-Watt-Glühbirne für drei Stunden mit Strom versorgen.[1] Zwar deckt Google seinen Energiebedarf nach eigenen Angaben seit 2017 zu 100 % durch erneuerbare Energie[2], dennoch gibt es bessere Alternativen.

Die Google-Suche ist ein Dienst, der sehr viele Daten über seine Nutzenden sammelt und daraus Profit schlägt. Außerdem zahlt Google sehr wenig Steuern in den Ländern, in denen der Dienst genutzt wird, und spart damit einige Milliarden Euro.[3]

Nachhaltige Suchmaschinen

Es gibt mittlerweile mehrere alternative Suchmaschinen zu Google. Einige bestechen durch hohe Sicherheitsstandards, andere durch spezifische Themenbereiche, die abgedeckt werden. Es gibt aber auch Suchmaschinen, die ihren Fokus auf Nachhaltigkeit legen. Die wohl bekannteste ist Ecosia. Die folgenden Angaben beziehen sich auf Informationen, die von den Unternehmen selber veröffentlicht wurden.

ecosia.org

  • Die Einnahmen werden in das Pflanzen von Bäumen investiert. Stand August 2021 schon über 130 Millionen.
  • Unternehmenseigene Solaranlagen decken den eigenen Energiebedarf und speisen außerdem erneuerbare Energie in das Stromnetz ein.[4] Damit ist das Unternehmen nicht nur CO2-neutral, sondern sogar CO2-negativ.
  • Die Daten der Nutzenden werden nicht verkauft.[5]
  • Suchergebnisse werden von Bing (Microsoft) bezogen.[6]
  • Bietet den Zugriff auf die Google-Ergebnisse mit kleinem Umweg (unter dem Menüpunkt "Mehr").
  • Sitz in Deutschland.

gexsi.com

  • Verpflichtet sich dem Gemeinwohl.
  • Die Einnahmen werden für Projekte gespendet, die sich positiv auf die 17 UN Nachhaltigkeitsziele (SDGs) auswirken.[7]
  • Legt Wert auf Datenschutz.[8]
  • Suchergebnisse werden von Bing (Microsoft) bezogen.[6]
  • Hat Google sehr leicht nutzbar integriert, für all jene, die den Komfort nicht missen möchten.
  • Sitz in Deutschland.

ekoru.org

  • Unterstützt nachhaltige Projekte, unter anderem Big Blue Ocean Cleanup und das Aufforsten der Ozeane.[9]
  • Die Server werden durch Wasser gekühlt und durch Wasserkraft betrieben.[9]
  • Die Suchanfragen sind nicht CO2-neutral, aber verbrauchen dennoch wesentlich weniger CO2 als andere Suchmaschinen.
  • Suchergebnisse werden von Bing (Microsoft) bezogen.[10]

Im Unternehmen etablieren

Zunächst einmal kannst du mit gutem Beispiel vorangehen und eine nachhaltige Alternative im Alltag nutzen. Erzähl außerdem deinem Team davon und ermuntere sie, die Suchmaschine auch auszuprobieren.

Eure IT-Abteilung könnte außerdem im vorinstallierten Browser die Standardsuchmaschine auf eine nachhaltige Alternative festlegen oder ihr schreibt es in euren Richtlinien fest.

Quellen