Wärme & Heizen: Wie kann das vorhandene Heizungssystem optimiert werden?

Aus ErWiN
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Heizen kostet in der Regel viel Energie und damit Geld und Ressourcen. Das Optimieren oder Modernisieren des Heizungssystems kann dem entgegenwirken. Wenn die Optimierung oder Modernisierung keine Option darstellen, dann kann das Heizverhalten optimiert werden. Dazu gibt es einen gesonderten ErWiN-Artikel.

Gründe für eine Optimierung oder Modernisierung

  • Kostenersparnis durch bessere Effizienz
  • Entlastung der Umwelt durch geringeren Brennstoffverbrauch
  • Unabhängiger von Brennstoffen werden
  • Höhere Zuverlässigkeit im Vergleich zu alten Anlagen
  • Ersatzteile für vorhandene Anlage sind nur schwer oder gar nicht erhältlich
  • Mehr Komfort beispielsweise durch höheren Bedienkomfort im Zuge der Digitalisierung

Kleinere bis mittlere Maßnahmen

Wärme reflektieren
Dämmende und reflektierende Folie hinter dem Heizkörper reduziert das Aufheizen des Mauerwerks und erhöht die Effektivität.

Dämmung der Heizungsrohre
Der Wärmeverlust kann reduziert werden.

Installation smarter Heizkörperthermostate
Die elektronisch programmierbaren Thermostate bieten den Vorteil, dass die Temperatur zeitabhängig eingestellt werden kann. Beispielsweise wird so nicht vergessen, die Heizung beim Verlassen des Büros runterzudrehen und damit einer Überversorgung entgegengewirkt.

Fenster und Türen abdichten
Undichte Fenster und Türen führen zu Wärmeverlust, was durch Abdichten verringert wird.

Heizung regelmäßig entlüften
Wenn statt dem Wasser auch Luft Platz in den Heizkörpern und Rohren einnimmt, verringert dies die Wärmeleistung. Eine Wartung des Systems oder Entlüften der Heizung verbessert die Wärmeleistung.

Alte Heizungspumpe austauschen
Alte Geräte (>10 Jahre) brauchen in der Regel schlicht mehr Energie als modernere Geräte. Ein Austausch spart Energie und bringt gegebenenfalls zusätzliche nützliche Funktionen mit sich.

Große Maßnahmen

Größere Modernisierungsmaßnahmen sind teurer und aufwendiger als die kleineren Maßnahmen, bringen in der Regel aber auch eine höhere Ersparnis.

Gebäudehülle dämmen
Was für Neubauten selbstverständlich ist, kann auch bei älteren Gebäuden nachgepflegt werden. Ein gedämmtes Gebäude hält die Wärme in der kalten Jahreszeit drinnen und in der warmen Jahreszeit draußen. Dazu zählen Dachdämmung[1], Innendämmung[2], Fassadendämmung[3] und Perimeterdämmung[4].

Hydraulischer Abgleich bei Warmwasserheizung[5]
Eine hydraulisch abgeglichene Heizung arbeitet effizienter. Ohne hydraulischen Abgleich, kann es dazu kommen, dass der Heizung nah gelegenen Räume überheizen und hydraulisch ungünstig gelegene Räume nicht ausreichend beheizt werden.

Austausch des Heizkessels
Sinnvoll, wenn nicht die gesamte Anlage getauscht werden kann oder soll und wenn ein Wechsel des Brennstoffs nicht infrage kommt[6]. Der Brennstoffverbrauch kann damit deutlich reduziert werden.

Austausch der Heizung
"Unter einem Heizungstausch versteht man in der Regel den Austausch einer Heizung unter Beibehaltung der bisher genutzten Heiztechnik. Häufig werden dann alte Öl- oder Gasheizungen mit entsprechend neuen Öl- oder Gasheizungen mit Gasbrennwerttechnik ersetzt. Dies ist gerade im Altbau eine weit verbreitete Variante der Heizungsmodernisierung, da keine Gasanschlüsse oder Lagerbehälter verändert werden müssen."[6]

Neuinstallation der Heizung
Bei einem Wechsel auf eine neue Heiztechnik handelt es sich um eine Neuinstallation. Häufig wird hierbei von fossilen Energieträgern auf Erneuerbare gewechselt. Auf der Seite https://www.energie-experten.org/bauen-und-sanieren/altbausanierung/heizungsmodernisierung gibt es zahlreiche Informationen zu Heizungsarten und Kosten-Vergleichen. In den folgenden Artikeln werden ebenfalls die Heizungsarten beschrieben und auf ihre Vor- und Nachteile eingegangen:

Förderung

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördern die Heizungsmodernisierung mit Zuschüssen.[7]

Außerdem gibt es die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG).[8]

Quellen

Weitere Quellen: