Firmenräder

Aus ErWiN
Mann im Anzug auf einem roten Herrenrad vor einer Stadtkulisse

Als Firmenrad (auch Dienstfahrrad, Jobrad oder betriebliches Fahrrad) werden Fahrräder bezeichnet, die Arbeitnehmer*innen durch ihren Arbeitgeber zur Verfügung gestellt werden. Das Verfahren ähnelt hierbei dem eines Dienstwagens und wird steuerlich begünstigt.

Eine Alternative zu Firmenrädern sind Leihfahrräder.

Anbieter

Es gibt mittlerweile zahlreiche Anbieter für das Leasing von Firmenrädern.

Grundprinzip

  • Arbeitnehmer*innen suchen sich ein Wunschrad bei einem kooperierenden Händler aus
  • der Arbeitgeber schließt einen Leasing-Vertrag mit dem Anbieter über 36 Monate
  • das Firmenrad wird dem Mitarbeitenden zur Nutzung überlassen
  • durch die steuerlich begünstigte Entgeltumwandlung sparen Arbeitnehmer*innen bis zu 40% der Anschaffungskosten gegenüber einem klassischen Kauf
  • Erklärvideo: https://www.youtube.com/watch?v=jcRUcFyCtt8

Vorteile für die Arbeitnehmer*innen

  • mehr Bewegung und viel frische Luft
  • kein Stau auf dem Weg zur Arbeit
  • Fahrrad kann auch privat genutzt werden
  • eigenes Wunschrad möglich: auch Mountain-Bikes, E-Bikes oder Lastenräder
  • durch Entgeltumwandlung deutliche Einsparung gegenüber privatem Kauf
  • Fahrrad kann in der Regel nach 36 Monaten für einen geringen Restwert übernommen werden
  • Wartung und Versicherung des Fahrrads ist oft schon im Leasing-Vertrag enthalten
  • aktiver Beitrag zur CO2 Einsparung und damit zum Klimaschutz

Vorteile für den Arbeitgeber

  • attraktiver Benefit für Employer Branding und Mitarbeiterbindung
  • höhere Fitness der Mitarbeiter: aktiver Stressabbau und weniger Krankheitstage
  • weniger Parkflächen auf dem Firmengelände erforderlich
  • geringere Lohnnebenkosten durch reduziertes Bruttogehalt
  • kein zusätzlicher Aufwand für Tankrechnungen/Fahrtenbücher
  • Imagepflege durch aktiven Beitrag zum Klimaschutz
  • Diensträder lassen sich als Werbefläche nutzen

Wissenswertes

  • Überblick: So funktioniert die Versteuerung von Diensträdern
  • Seit 01.01.2020 gibt es eine zusätzliche steuerliche Begünstigung (sogenannte 0,25 %-Regel) für alle neu überlassenen Diensträder [1]
  • Mitarbeiter*innen, die regelmäßig Rad fahren, haben im Schnitt einen Fehltag weniger als ihre Kollegen [2]
  • Entwicklungspotenzial: Im Jahr 2016 hat nur etwa jeder Zehnte das Fahrrad für den Arbeitsweg genutzt [3]
  • Für öffentliche Unternehmen ist die Umsetzung aktuell noch nicht möglich. Baden-Württemberg ist Vorreiter und hat es als erstes Bundesland möglich gemacht: https://www.jobrad.org/aktuelles/2018/dienstfahrrad-beamte.html
  • Helm und Schloss könnten mit in die Verträge aufgenommen werden, um sowohl Unternehmen, als auch Arbeitnehmer*innen besser abzusichern.
  • Tipps für Radreisen, Radausflüge und geführte Radtouren gibt's übrigens beim ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club e.V.)